Wie die Decke zu dem Handy kam ...

Dienstag, 6. Juni 2017

Normalerweise habe ich mein Handy abends wenn ich ins Bett gehe immer gesichert, mit dem Ladekabel angebunden und immer griffbereit, sodass ich in der Not Hilfe holen kann.

Doch in dieser Nacht war es anders. Als ich von einem dumpfen Geräusch geweckt wurde, dachte ich mir: "Was war das jetzt?" Ich griff reflexartig nach meinem Handy - doch es war nicht da.

"Was mache ich jetzt?", war mein erster Gedanke. Es ist 5 Uhr früh, was ist wenn meine Assistentin krank ist, mir absagen muss und mich nicht erreicht? Wie lange liege ich dann hier?

Ich war kurz davor in Panik zu verfallen. Ich versuchte mich zu beruhigen und logisch zu überlegen. Was könnte ich jetzt machen? Das Handy erreichte ich nicht - das war klar!

Mir fiel ein, dass eine Assistentin einmal sagte: "Wir müssen die Gegensprechanlage ausschalten, sonst hören alle was ich zu dir sage und kriegen alle deine Privatgespräche mit."

Das war jetzt meine Chance.

Ich drückte den Knopf der Gegensprechanlage und sprach immer wieder meinen Namen, meine Situation und meine Türnummer hinein. Es dauerte lange aber es klappte. Nach ca. einer Stunde meldete sich ein freundlicher Mann und fragte mich was passiert sei und ob er mir helfen kann. Ich erklärte ihm die Situation und bat ihn in meine Wohnung zu kommen um mein Handy aufzuheben.

Er tat es und ich bedankte mich und war sehr froh darüber.

An Schlafen war jetzt nicht mehr zu denken. Ich war froh als meine Assistentin kam und erzählte ihr stolz meine Handygeschichte.

Seit dem liegt im Gitterspalt meines Bettes immer eine Decke, sodass mein Handy nicht mehr hinunter fallen kann.